So machst du ein Backup für alle deine WordPress Sites

Backups werden von WordPress Usern gerne vergessen. Wir erklären dir, warum du deinen Backups mehr Aufmerksamkeit schenken solltest.

Laptop mit Code
Portrait von Patrick Mitter

Patrick Mitter /

17.04.2023


Idealerweise würde bei dem heutigen Stand der Technik alles, was du auf deiner WordPress Website einrichtest und tust, einfach funktionieren. Stimmt’s? 

Keine Fehlermeldungen, keine Website-Abstürze, keine Verzögerungen bei Aktualisierungen und dergleichen mehr.

Weil das aber in der Realität leider nicht so läuft, wurden Backups ins Leben gerufen. Und wenn es eine wichtige Sache bei einer WordPress Website gibt, die zu oft vernachlässigt wird, dann sind es Backups.

Wie oft machst du Backups? Und viel wichtiger: Welche Daten sicherst du und wo? 

Das Einrichten automatischer Backups wird oft aufgeschoben, weil man immer vermeintlich wichtigere Aufgaben zu tun hat. 

Aber glaub uns, wenn wir dir sagen, dass Backups stets ganz oben auf deiner To-do-Liste stehen sollten.

Wozu überhaupt ein Backup deiner WordPress Sites?

Zum besseren Verständnis hier ein paar Szenarien: 

  • Server-Ausfälle

Der Brand im OVH-Rechenzentrum oder der Ausfall der Datenbank bei GitLab sind nur 2 Beispiele dafür, wie machtlos man bei größeren Ausfällen als Betreiber einer Website ist. 

Das sind allerdings Extremfälle und passieren dementsprechend äußerst selten.

Ein Server kann aus vielen Gründen ausfallen, und du solltest nie davon ausgehen, dass dein Hoster Backups deiner Daten für dich erstellt. 

Natürlich bieten viele Hosting-Unternehmen Backup-Dienste an, aber es liegt an dir, dich zu vergewissern, dass die Backups von guter Qualität sind und zusätzlich extern gespeichert werden. 

  • Hackerangriffe

Da WordPress das weltweit meistgenutzte CMS ist, ist es natürlich ein bevorzugtes Ziel für Hacker. 

Die Art der Hackerangriffe kann sehr unterschiedlich sein. Aber wenn du mehrere Backups deiner WordPress Website hast und das Problem rechtzeitig bemerkst, kannst du zumindest eine alte Version deiner Website wiederherstellen.

  • Problem bei der Aktualisierung von WordPress oder einem Plugin

Du solltest immer ein Development Environment haben, um Aktualisierungen zu testen, bevor du sie in der Produktionsversion einsetzt. 

Leider ist das bei vielen Nutzern nicht der Fall und sie nehmen ihre Aktualisierungen stattdessen direkt auf der Produktionsversion ihrer Website vor. 

Manchmal sind Plugins allerdings mit einer neuen Version von WordPress nicht kompatibel, was unerwartete und unglückliche Folgen bei der Aktualisierung haben kann.

Auch hier kommen Backups der WordPress Site gelegen, da du im Falle eines Absturzes immer eine Version deiner Website von vor der Aktualisierung wiederherstellen kannst.

  • Menschliches Versagen

Auch wenn du noch so viel Erfahrung mit WordPress hast, können Fehler unterlaufen. Den falschen Ordner löschen oder einen falschen Handgriff in der Verwaltung deiner Website vornehmen kann jedem mal passieren. 

Auch das ungewollte Kaputtmachen eines Elements beim Ändern oder Aktualisieren deiner Seite passiert ab und an. 

Mit guten Backups hast du im Falle des Falles wenigstens die Möglichkeit, eine vorherige Version der Seite wiederherzustellen. 

Screenshot Backend Backups

Wie du siehst, gibt es eine Menge Situationen, die den Aufwand regelmäßiger Backups rechtfertigen. 

Bei Backups geht es nicht darum, dass deine Website nicht kaputt geht, sondern darum, dass du in der Lage bist, sie im Ernstfall wiederherzustellen. Da vor allem viele Themes, Plugins, Hostings und Server nicht perfekt und nahtlos miteinander synchronisiert sind, sind Backups wirklich nicht zu unterschätzen. 

Das sollte das Backup deiner WordPress Sites beinhalten

Um deine WordPress Website im Falle eines Problems vollständig wiederherstellen zu können, musst du 3 Dinge beim Erstellen des Backups besonders berücksichtigen. 

  1. Die Datenbank

Die WordPress-Datenbank ist, kurz gesagt, der Ort, an dem alle wichtigen Informationen über die Website gespeichert werden.

Sie enthält die Namen der Benutzer, Benutzernamen, Emails und Passwörter. Darüber hinaus enthält sie alle Beiträge, Kommentare und andere wichtige Informationen über deine Website.

Im Fall von WordPress ist das verwendete Datenbankmanagementsystem MySQL. Die Daten werden normalerweise auf dem Datenbank-Host gespeichert, wo sie auch verwaltet werden.

Selbst wenn du ein Backup aller Dateien auf deiner Website hast, reicht das nicht aus, um sie im Falle von Problemen wiederherzustellen. Du musst auch die WordPress Datenbank sichern. 

  1. Die Mediendateien

Während in der Datenbank alle Informationen gespeichert sind, handelt es sich bei den Mediendateien um die eigentlichen Grafiken, Videos und andere Inhalte, die du auf deiner WordPress Website gespeichert hast.

Diese werden normalerweise unabhängig voneinander gespeichert und werden einfach von der Datenbank aus aufgerufen.

Auch wenn solche Dateien technisch gesehen nicht das Wichtigste sind, sind sie unglaublich wertvoll für deine Website. 

Deswegen ist es wichtig, auch alle Mediendateien regelmäßig zu sichern. 

  1. Plugins und Themes

In den Dateien von Plugins und Themes befinden sich hingegen alle Anweisungen. Die Datenbank ist die Information, die Mediendateien sind die Assets, und die Plugins und Themes leiten die Show.

Besonders interessant wird es, wenn du Child Themes hast, bei denen du bestimmte Codes des Parent Themes angepasst hast, um Funktionen zu erreichen, die möglicherweise nicht eingebaut sind.

Du solltest alle diese Informationen also in deine Backups mit einbeziehen, um sicherzugehen, dass du auch wirklich alle Pfade wiederherstellen kannst. 

Plugin-Dateien sind ebenso wichtig. Schließlich sind sie für viele Funktionen auf der Website zuständig. Ohne sie funktioniert deine WordPress Website möglicherweise nicht richtig oder gar nicht.

Screenshot Backup Buudy

Wie oft solltest du ein WordPress Backup machen?

Stell dir vor, Hacker fügen Inhalte in alle deine Webseiten ein und du bemerkst es aber erst nach einer Woche. 

Das bedeutet, dass die in dieser Woche erstellten Sicherungskopien deiner Website auch das Problem enthalten und daher unbrauchbar sind. Aus diesem Grund solltest du immer mehrere Kopien deiner Backups aufbewahren.

Die Häufigkeit der Backups hängt davon ab, wie oft deine Website geändert wird oder Informationen in die Datenbank eingepflegt werden. 

Wenn du deine Website häufig änderst, kannst du deine Datenbank problemlos jeden Tag und die Dateien deiner WordPress-Seite beispielsweise einmal pro Woche mit einem Backup sichern. 

Da sich die in der Datenbank gespeicherten Informationen am häufigsten ändern, solltest du gerade die Datenbank am häufigsten sichern.

Der optimale Speicherort für deine WordPress Backups

Wir empfehlen, dass du dein WP Backup immer auf einem externen Speicher erstellst. 

Dabei sollte es sich auch um einen externen Server handeln, sprich einen, der sich nicht am selben Standort wie der Website Server befindet. 

Denn im schlimmsten Fall würdest du ja ansonsten sowohl deine Webseite als auch deine Backups verlieren. 

Die einfachste Möglichkeit, deine Backups sicher zu speichern, ist es, auf externe Anbieter zurückzugreifen. Namhafte Dienste leisten hierbei beispielsweise Google Drive oder Dropbox.

3 Wege um ein Backup für alle deine WordPress Sites zu erstellen

Mittlerweile sollte klar sein, warum regelmäßige Backups deiner WordPress Site unerlässlich sind. Deswegen stellen wir dir hier nun einige Möglichkeiten vor, wie du am besten Backups machst.

Manuelles Backup

Vielleicht nicht gerade die praktischste Lösung, aber doch eine Möglichkeit ist die manuelle Sicherung. 

Der Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass du nicht auf ein Tool oder einen Dienst eines Drittanbieters angewiesen bist, wenn es um dein WordPress Backup geht. 

Außerdem hast du ein sehr hohes Maß an Kontrolle über den gesamten Prozess.

Andererseits kann die manuelle Erstellung von Backups ein zeitaufwändiger und mühsamer Prozess sein. Je nachdem, wie viele Websites du hast, kann es unnötig viel Zeit und Mühe kosten. Außerdem besteht die Gefahr, dass du darauf vergisst und keine regelmäßigen Backups erstellst. 

Dennoch kann es durchaus eine solide Strategie sein, für die du lediglich einen FTP Client verwenden musst.

Backup Plugin

Eine weitere beliebte und effektive Methode für das WordPress Site Backup ist die Verwendung eines Plugins. 

Es gibt Dutzende von WordPress Backup Plugins. Viele davon bieten eine solide Premium-Version an, aber einige kostenlose Versionen sorgen ebenso für eine hochwertige Datensicherung. 

Eines der zuverlässigsten und bekanntesten Backup Plugins ist UpdraftPlus. Damit kannst du deine Backups planen und aus einer Vielzahl von Plattformen wählen, um sie zu speichern. 

Ein Plugin kann dir viel Zeit und Frustration gegenüber der manuellen Vorgehensweise ersparen.

Der offensichtliche Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass du dafür ein Plugin installieren musst, was nicht immer ideal ist. Je mehr Plugins du nutzt, desto mehr potenzielle Sicherheitslücken können Hacker nutzen, um deine Website zu hacken. Außerdem wirkt sich das negativ auf deinen Pagespeed aus.

Backend Backup Plugin

Backup über andere Service Provider

Wenn du kein Interesse daran hast, deine Website manuell zu sichern und keine Erweiterung eines Drittanbieters installieren möchtest, haben wir hier noch eine Vorgehensweise für dich. 

Es gibt professionelle Dienste, die du in Anspruch nehmen kannst. Diese stellen dir Tools zur Verfügung, mit denen du schnell und einfach automatisierte Backups deiner Website erstellen kannst, ohne ein Plugin zu installieren.

Im Normalfall bieten alle Hosting Provider die Möglichkeit, automatische Backups deiner WordPress Website vorzunehmen. 

Diese automatischen Backups sind nicht nur verlässlich, sondern sparen natürlich auch eine Menge Zeit.

Warum das Backup deines Hosts nicht ausreicht

Wie bereits erwähnt, bieten die meisten Hoster automatische Sicherungsoptionen an. Diese sind aber je nach Hoster sehr unterschiedlich. 

Es liegt demnach in deiner Verantwortung, sicherzustellen, dass die Backups die oben genannten Kriterien erfüllen. Die Backups der Hosting Provider sind stets kritisch zu sehen, weil: 

  • Art der Backups 

Viele Hoster sind nicht nur auf die Verwaltung von WordPress spezialisiert. Viele von ihnen arbeiten auch mit anderen Plattformen. Aber nicht alle Plattformen müssen auf die gleiche Weise gesichert werden.

Einige Hoster sichern z.B. nur die Dateien deiner Website, wenn sie dafür ausgelegt sind. Aber wie bereits erwähnt, ist das nicht genug. Alle anderen Mediendateien und die Datenbank müssen ebenso gesichert werden. 

  • Kosten 

Es gibt zwar einige Hosting-Provider, bei denen Backups im Paketpreis inbegriffen sind, aber vor allem Basistarife für Einsteiger beinhalten so einen Service meist nicht. 

Das heißt, für Backups müsstest du höhere Tarife oder Zusatzleistungen beziehen. 

Abgesehen davon kann es auch sein, dass zusätzliche Gebühren anfallen, um ein Backup deiner Website wiederherzustellen. Das heißt, selbst wenn die Sicherung kostenlos ist, ist die Wiederherstellung kostenpflichtig.

  • Häufigkeit 

Wie oft sichert dein Hoster deine Website? Bei einigen hast du die Möglichkeit, die Häufigkeit der Backups zu wählen. Die große Mehrheit von ihnen hält sich jedoch an einen einheitlichen Plan. Und das kann aus verschiedenen Gründen problematisch sein.

Wenn du eine einfache Blogseite besitzt, deren Inhalt du nur selten aktualisierst, dann sind tägliche Backups für dich geeignet. 

Wenn du aber eine große E-Commerce Website hast, brauchst du häufigere, wenn nicht sogar Echtzeit-Backups. Und die meisten Hosts bieten diese Option überhaupt nicht an.

  • Verfügbarkeit 

Bei externen Backups, also solchen, die du selbst einrichtest, weißt du genau, wo sie sich befinden und wo du sie abrufen kannst.

Wenn du jedoch die Kontrolle über deine Backups deinem Hoster überlässt, sind sie nur so verfügbar, wie es dieser vorgibt. 

Bei einigen Anbietern musst du dich erst durch die Warteschleifen von Chats und Anrufen kämpfen, bevor du die Backups deiner Website wiederherstellen kannst.

Selbst wenn dein Hoster dir den Service der Backups günstig anbietet, solltest du immer auch eigene Backups haben.

Die Lösung für schnelle manuelle Backups

Fassen wir kurz zusammen: 

  • Manuelle Backups kosten Zeit.
  • Plugins verlangsamen die Seite und verursachen Sicherheitslücken.
  • Backups per Host oder externen Tools sind unvollständig oder kostspielig. 

Keine dieser Optionen scheint demnach wirklich optimal zu sein. Deswegen kannst du mit der GREYD.SUITE besonders einfach und schnell Backups erstellen, die die Vorteile der verschiedenen Backup-Methoden vereinen. 

Mit der ersten Block-basierten WordPress Suite auf dem Markt kannst du komplexe Webprojekte nicht nur effizient gestalten, sondern auch hervorragend anpassen und ganz unkompliziert managen. 

Neben zahlreichen anderen Admin Features kannst du über das GREYD.Hub Backups mit nur einem Klick machen. Dabei kannst du ganz individuell und detailliert entscheiden, was du wie sichern möchtest. 

Von kompletten Installations-Backups bis hin zu einzelnen Sicherungen von Design Settings kannst du manuell alle Sicherungsoptionen über das Backend managen. 

Die Backups sind inkrementell, werden zentral und übersichtlich im Hub verwaltet und können mit wenigen Klicks wiederhergestellt werden. 

Du kannst damit aus einem Backend beliebig viele WordPress Sites gleichzeitig sichern und aktualisieren. Außerdem hat jeder Admin mit Hub-Zugriff Einsicht und Zugang zu jeglichen Downloads. 

Vergiss nicht, Backups sollen nicht verhindern, dass deine Website untergeht, sondern sie wiederherstellen, wenn sie bereits untergegangen ist.

Ganz gleich, wie sicher du dir mit deinen WordPress-Kenntnissen bist, alles kann durch ein einziges falsches Update, eine falsche Person, die deine Website hackt, oder einen falschen Code in deinen Theme-Dateien ausgelöscht werden.

Vor allem, wenn deine WordPress Website deine einzige Einnahmequelle ist, ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Damit du nicht unnötig viel Zeit mit Backups verschwendest oder zusätzliche Plugins die Qualität deiner Website beeinträchtigen, sind Backups über das GREYD.Hub die einfachste Lösung für dein Problem. 


Portrait von Patrick Mitter

Von Patrick Mitter

Patrick liebt gute Texte. Vor allem, wenn er sich dafür mit online Marketing Themen und WordPress beschäftigen kann. Nachdem er selber schon Webseiten mit bekannten Page Builder Plugins gebaut hat – und aus dem SEO Bereich kommt – kennt er die Probleme, dieser Plugins aus erster Hand. Darum hat er sich der Mission von GREYD angeschlossen, um Webdesignern und Agenturen die Arbeit zu erleichtern.

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