Pagespeed und WordPress

Um das Thema Pagespeed und WordPress halten sich hartnäckig Gerüchte. Doch was ist wirklich dran? Wie schnell sind WordPress Seiten heute?

Autobahn bei Nacht. Die Fahrzeuglichter sind nur als verschwommene Streifen sichtbar.
Portrait von Jan Tissler

Jan Tissler /

01.06.2020


Wie gut oder schlecht ist er wirklich?

WordPress ist beliebt, hat aber auch den Ruf, langsam zu sein. Und das ist ein schwerwiegender Vorwurf, denn die Ladezeit der Seite ist nicht nur ein Faktor dafür, wie Google & Co. sie bewerten. Sie ist vor allem entscheidend für den Geschäftserfolg: Jede gesparte Millisekunde bedeutet am Ende mehr Klicks und mehr Klicks bedeuten mehr Umsatz.
Die gute Nachricht: WordPress ist keine lahme Ente. Mit diesem CMS kannst du blitzschnelle Seiten umsetzen. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

7 Ansatzpunkte für optimale WordPress-Performance

  1. Plugins
    Ein häufiger Grund für langsame WordPress-Seiten sind die genutzten Plugins. Einerseits sind diese Erweiterungen beliebt, weil sich damit schnell allerlei Funktionen hinzufügen lassen. Allerdings sind längst nicht alle Plugins auf Performance optimiert. Ganz im Gegenteil: Am Ende fügen sie nicht selten jeder einzelnen Unterseite Unmengen an Code hinzu, selbst wenn er dort gar nicht gebraucht wird.

    Generell ist es eine gute Idee, mit Plugins sparsam und gezielt umzugehen. Nicht jedes Feature ist zwingend notwendig und nicht für jedes braucht es ein eigenes Plugin. Oftmals ist es besser, stattdessen auf ein Tool zu setzen, das mehrere der gewünschten Funktionen zugleich bereitstellt, so wie die GREYD.SUITE. Denn damit vermeidest du, dass Plugins sich gegenseitig im Weg stehen oder Dinge doppelt und dreifach erledigen, die eigentlich nur einmal gebraucht werden.
  2. Bilder
    Ein weiterer wesentlicher Bremsfaktor sind nicht optimierte Bilder. Speichere deine Fotos deshalb im richtigen Format ab: JPG, GIF und PNG sind verbreitete Standards mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Sorge dabei dafür, dass die Dateien so klein wie möglich sind. Bei JPG kannst du die Stärke der Komprimierung beispielsweise frei bestimmen. Wer sich damit nicht beschäftigen will, kann auf Dienste wie OptimusImagify oder EWWW zurückgreifen, die Bilder automatisch optimieren.
  3. Theme
    Außerdem kann das Theme eine Bremse sein. Es gibt der Website in erster Linie den gewünschten Look, fügt aber je nach Anbieter auch Funktionen hinzu, um sie noch weiter anpassen zu können. Pagebuilder gehen gar soweit, dass du dir komplette Seiten wie aus einem Baukasten zusammenstellen kannst. Damit setzt du Designs um, die ansonsten nur ein Profi liefern könnte. Was nach außen hin gut aussieht, ist unter der Haube allerdings oftmals überhaupt nicht auf Geschwindigkeit optimiert.
  4. Zahl der Anfragen
    Langsam wird eine Seite zudem, wenn zu viele Anfragen an verschiedene Server gesendet und empfangen werden müssen, um sie anzeigen zu können. Da wird die Statistik von Google geladen, die verschiedenen Social-Buttons von den entsprechenden Netzwerken, die JavaScript-Bibliothek und, und, und… Profi-Optimierer werden hier immer zusehen, die Zahl solcher Anfragen so weit wie möglich zu reduzieren. Auch hier können übrigens Plugins und Themes eine Ursache sein, die eben nicht Hand in Hand zusammenarbeiten und auf maximales Tempo optimiert sind.
  5. PHP 7 und HTTP/2
    Darüber hinaus helfen moderne Versionen der grundlegenden Internet-Technologien dabei, die Seite weiter zu beschleunigen. PHP 7 ist zum Beispiel erheblich performanter als das noch immer anzutreffende PHP 5. Hier lohnt es sich, nach Möglichkeit die jeweils aktuellste Version zu verwenden. Und sofern der eigene Server es anbietet, hilft http/2 dabei, die Seite zu beschleunigen: Das kann nämlich u.a. viele Anfragen gleichzeitig bearbeiten anstatt nacheinander. Ob diese Updates bei dir möglich und sinnvoll sind, musst du allerdings vorab mit einem Profi besprechen und mit deinem Webhoster abklären.
  6. Webhoster
    Apropos Webhoster: Auch der spielt eine wichtige Rolle dabei, wie schnell deine Seite ist, ebenso das von dir gewählte Paket. Wie schnell der Server auf Anfragen reagiert, sie abarbeiten und die Ergebnisse zurück zum Anwender schicken kann, hängt dabei von vielen Faktoren ab. „Shared Hosting“ ist beispielsweise preisgünstig, aber du teilst dir die Ressourcen des Webservers mit vielen anderen Seiten, manchmal hunderten. Ist dir die Ladezeit wichtig, kann es sich lohnen, hier tiefer in die Tasche zu greifen.
  7. Caching
    Ist das alles erledigt, kannst du zudem über Caching- und Optimierungs-Plugins für WordPress nachdenken. Beispiele sind: AutoptimizeCachifyWPRocketWP-OptimizeHyper Cache und Cache Enabler. Die helfen dabei, die Seite zu beschleunigen und nur dann neue Inhalte zu generieren und auszuliefern, wenn sie tatsächlich benötigt werden.

    Oftmals wird Caching als Allheilmittel genutzt. Tatsächlich solltest du dich aber zuerst um die anderen sechs Punkte kümmern.

Schlusswort

Ja, so manche WordPress-Seite hat miserable Werte in Tools wie den Google PageSpeed Insights oder Pingdom. Das hat vor allem damit zu tun, dass WordPress so universell genutzt wird – auch von Anwendern, die sich über die Ladegeschwindigkeit ihrer Website keine Gedanken machen. Schlecht programmierte Plugins und Themes, veraltete Technologien, nicht optimierte Bilder, ein lahmes Webhosting-Paket: Alles das kannst du vermeiden, wenn es dir auf Performance ankommt. Dann wird WordPress dich mit schnellen Ladezeiten belohnen.

Wie steht die GREYD.SUITE in Sachen Performance da?

Mit der GREYD.SUITE bieten wir dir alles aus einer Hand, was du für eine professionelle Website brauchst: vom Formulargenerator mit Double Opt-in und CRM-Schnittstelle bis hin zum Website Management System und vielen Design-Features.

Damit ersparst du dir zum einen die Jagd nach den passenden Plugins, Themes und Pagebuildern. Und du kannst dir zum anderen sicher sein, dass alles perfekt zusammenarbeitet, anstatt sich gegenseitig auszubremsen.

Außerdem bieten wir dir mehrere nativ integrierte Features zur Optimierung deiner Ladezeiten – und zwar ganz ohne technisches Know how!


Portrait von Jan Tissler

Von Jan Tissler

Jan ist WordPress-Fan, Content-Profi und Digital-Publishing-Spezialist mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Unternehmen buchen ihn als Autor, Berater oder Redaktionsleiter. Ganz nebenbei ist er der Gründer und einer der Herausgeber des UPLOAD Magazins. Der Hamburger lebt inzwischen in Santa Fe, New Mexico.

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